|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Analytik Jena kaufenswert 12.02.2001
Platow Brief
Gemäß den Analysten des „Platow Brief“ ist Analytik Jena (WKN 521350) einer der Hauptprofiteure einer anhaltend hohen Nachfrage nach Analysesystemen in den Bereichen Nahrung, Agrar, Pharma und Entsorgung.
Der Konzern zeichne sich nicht nur durch die Bandbreite seiner Produktpalette aus, sondern auch durch hohe Qualität der Analyseinstrumente. Der technologische Vorsprung des Unternehmens sei eine wichtige Komponente, denn er stelle Markteintrittsbarrieren auf, die nur von den Wettbewerbern überwunden werden könnten, die über das nötige Kleingeld verfügen würden.
Aus den Fakten, dass über 50% der gesamten Wasserreserven mit giftigen Schwermetallen belastet seien, 100.000 Tonnen Sondermüll pro Jahr entsorgt werden müssten und die Hälfte der medikamentösen Nebenwirkungen durch genauere Untersuchungen vermieden werden könnten, resultiere ein durchschnittliches Marktwachstum für den wissenschaftlichen Gerätebau bis 2002 von 22,5%.
Im letzen Jahr habe das in Jena ansässige Unternehmen 80% der Erlöse aus dem eigenen Land erzielt. Daher habe das Unternehmen auch die Auslandsexpansion fokussiert. Neben Europa und Asien würden dabei speziell die USA auf der Agenda stehen, da 48% der weltweiten Umsätze im Markt für biotechnologische Instrumente in den Vereinigten Staaten generiert würden. Dann würden Europa mit 25 % und Japan mit 20 % folgen.
Erst vor kurzem habe der Vertrieb in Indien und Asien durch Zukäufe bzw. Kooperationen ausgebaut werden können. Allerdings fehle in den USA nach wie vor ein Kooperationspartner in Sachen Vertrieb, der den durchschlagenden Erfolg bringe. Auch zeige die Kundenbasis deutlich, dass der Hautpanteil der Erlöse aus der Heimat stamme. Namen wie Linde, Siemens, AEG, BASF oder Bayer würden sich sehen lassen können.
Seinen Kunden biete die Firma Lösungen in den Segmenten Analytical Solutions, Lab Solutions und Bioanalytik. Derzeit sei der Markt für Analytical Solutions sehr fragmentiert. Die Analysten würden davon ausgehen, dass in den nächsten Monaten die Marktanteile ausgebaut werden könnten, da der Konzern führend in der Technologie für Atom- und Molekülspektroskopie sei und die Produktpipeline gut gefüllt sei.
Das Know-how aus dem Analytical Solutions-Bereich diene als Ausgangsbasis für das noch junge Feld der Bioanalytik. Es gehe dabei um neue Verfahren in der Forschung, die z. B. unter „Lab-on-a-Chip“ subsumiert würden. Das Unternehmen rechne auch erst im Geschäftsjahr 2001/02 mit nennenswerten Umsätzen von 3,9 Mio. Euro in diesem Bereich, da es sich teilweise noch um visionäre Technologien handele. Es sei jedoch eine gute Positionierung in diesem Markt wichtig, da Wachstumsraten von 20% pro Jahr winken würden.
Die Lab Solutions könnten sich als richtiger Umsatzmotor herausstellen. Hier plane und errichte Analytik Jena schlüsselfertige Labore. Um welche Summen es sich dabei handele, zeige der Großauftrag aus Russland von rd. 25 Mio. Euro, der auch zu einer Anpassung der Prognosen geführt habe. Nachdem der Konzern die Planzahlen 2000/01 gemäß der Unternehmensführung um mehr als 40% übertreffen konnte, sollten in 2001/02 statt 38 Mio. Euro nun 52,8 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Damit habe sich das durchschnittlich Umsatzwachstum p. a. auf 40% gesteigert. Dabei sollten Bruttomargen von durchschnittlich 35% erzielt werden.
Beim Vorsteuergewinn werde ein noch stärkeres Wachstum prognostiziert. Hier rechne man mit einer Marge von 9% in 2000/01, die sich in 2002/03 auf 13,5% steigern solle. Dies entspreche immerhin einer Wachstumsrate von 83% p.a. Die Steuerquote solle im gleichen Zeitraum von rd. 52% auf 40% absinken, wovon der Nachsteuergewinn kräftig profitieren werde.
Analytik Jena müsse sich im Wettbewerb den Produkten von z. B. PerkinElmer, Shimadzu, Agilen oder Tecan stellen. Für das Jahr 2002 weise die Konkurrenz ein durchschnittliches KGV von rd. 30 auf. Mit einem 02er EPS von 0,86 würde Analytik Jena nur bei einem KGV von 23 liegen. Somit bestehe durchaus noch Kurspotential bis zum Branchendurchschnitt. Das Kursziel der Experten liege kurzfristig bei 25 Euro. Sie würden trotz der guten Aussichten empfehlen, zur Vermeidung größerer Kursverluste einen individuellen Stopp-Kurs zu setzen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|